Die 4. Ausgabe des Hardware Reverse Engineering Workshops war ein großer Erfolg

Rund 150 Expert*innen aus Wissenschaft, Industrie und Behörden sowie Studierende aus dem Bereich der Hardware-Sicherheit trafen sich diese Woche in Bochum zur 4. Ausgabe von HARRIS

25. März 2026

Bochum war erneut das Zentrum der Hardware-Sicherheit und Gastgeber der 4. Ausgabe des Hardware Reverse Engineering Workshop (HARRIS 2026). Ziel dieses Workshops war es, Expert*innen aus Wissenschaft, Industrie und Regierung zusammenzubringen und reichlich Gelegenheit zum Wissensaustausch zu bieten. Eine Besonderheit der diesjährigen Veranstaltung war die Ergänzung um drei Tutorials, die am Tag vor der Hauptveranstaltung stattfanden.

Die beiden Tage waren vollgepackt mit aufschlussreichen Vorträgen von Expert*innen, einer spannenden Podiumsdiskussion und zahlreichen Networking-Möglichkeiten, die durch das „Speed-Dating“-Konzept ermöglicht wurden. Darüber hinaus testeten wir ein neues Format namens „Human Search Engine“: ein Open-Mic-Format, bei dem die Teilnehmer*innen ihre Ideen teilen und unter den Anwesenden Kooperationspartner*innen finden konnten. Genau wie im letzten Jahr sorgte das Sammeln der Veranstaltungsaufkleber für leichte Unterhaltung und diente als hervorragender Eisbrecher für Diskussionen. Die beiden Keynote-Vorträge von Peter Schwabe, dem Direktor des MPI-SP, und John McMaster rundeten die Hauptveranstaltung ab.

Jedes Jahr bringt HARRIS etwas Neues, und dieses Mal waren die drei Tutorials, die vor der Hauptveranstaltung stattfanden, für viele Teilnehmer*innen ein Highlight. Experten*innen aus unserem Institut sowie von TechInsights (Kanada) und Texplained (Frankreich) teilten ihr Wissen über Hardware Reverse Engineering auf Schaltkreisebene, die Vorbereitung von IC-Proben und NVM-Extraktion. „In diesem Jahr haben wir praktische Tutorials eingeführt – als direkte Reaktion auf das Feedback der Community. Die Tutorials sind eine einzigartige Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit herausragenden Experten*innen, die bereit sind, praktische Fähigkeiten weiterzugeben. Durch die Kombination von Techniken aus der Praxis – von der invasiven IC-Analyse bis hin zum Reverse Engineering auf Schaltkreisebene – wollten wir ein interaktives Erlebnis schaffen, das es den Teilnehmenden ermöglicht, sich intensiv mit dem Stoff auseinanderzusetzen“, sagt Prof. Christof Paar, Organisator der Veranstaltung und wissenschaftlicher Direktor des MPI-SP.

Ohne das Engagement der Organisator*innen und die Großzügigkeit unserer Sponsoren wäre diese Veranstaltung nicht möglich. Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe von HARRIS!

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